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Podcast aus der Radiosendung vom
Dienstag, 30.06.2026
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LIVEMITSCHNITT
Podcast | Kriegsdienstverweigerung heute + Ulmer Friedensmahnwache
Kriegsdienstverweigerung heute
Die Debatte um Wehrdienst und Bundeswehr hat in Deutschland wieder an Fahrt aufgenommen. Seit Anfang 2026 gilt ein neues Wehrdienstgesetz, das zunächst auf Freiwilligkeit setzt, aber gleichzeitig eine verpflichtende Musterung junger Männer vorsieht. Auch sogenannte „Bereitschaftserklärungen“ spielen dabei eine Rolle – junge Menschen sollen angeben, ob sie grundsätzlich zum Dienst bereit wären. Parallel dazu steigt die Zahl der Kriegsdienstverweigerer deutlich an. Allein im Jahr 2025 wurden mehrere tausend Anträge gestellt, Tendenz weiter steigend. Viele reagieren damit auf die sicherheitspolitische Lage und die neuen gesetzlichen Regelungen. Wer den Kriegsdienst verweigern möchte, kann sich auf ein Grundrecht berufen. Dafür ist ein schriftlicher Antrag nötig – inklusive Lebenslauf und persönlicher Begründung der Gewissensentscheidung. Beratungsstellen, etwa aus Friedensbewegung oder Kirche, erleben derzeit einen starken Andrang und bauen ihre Angebote aus. Im Mittelpunkt steht dabei immer eine persönliche Frage: Bin ich bereit, im Ernstfall zur Waffe zu greifen – oder nicht? Die Antwort darauf bleibt eine individuelle Gewissensentscheidung. Unterstützung zur Antragstellung leistet im Moment vor allem die DFG-VK. Sie ist in Ulm durch eine aktive Ortsgruppe vertreten. Zwei der Ulmer Berater – Hans Haller und Dietmar Schlecht-Nimrich – berichten von ihrer Arbeit.
Ulmer Friedensmahnwache
Ein halbes Jahr nach Beginn des Krieges in der Ukraine fand die 1. Ulmer Friedensmahnwache statt. Ein breites Bündnis von friedensbewegten Gruppen in Ulm unterstützte die Aktion und unterstützt sie noch immer. Mittlerweile ist de Zahl der Mahnwachen auf 183 angewachsen. Wie kam es dazu? Was bewegt Menschen, jeden Mittwoch am Neuen Brunnen eine halbe Stunde für den Frieden zu mahnen? Welche Erfahrungen machen sie? Mitinitiatorin Eva Nimrich berichtet von der wöchentlichen Friedensaktion.
Weiterführende Informationen
Webseite der DFG-VK: https://dfg-vk.de/
Kontakt zur Ulmer DFG-VK Ortsgruppe: kdv-ulm@dfg-vk.deWebseite der Ulmer Friedensmahnwache: www.friedensmahnwache-ulm.de
Kontakt zur Ulmer Friedensmahnwache: kontakt@friedensmahnwache-ulm.de
Quellenangabe für den Bundeswehr-Trailer im Podcast: Generation Wehrdienst: https://www.youtube.com/watch?v=GjF3nWxc_tw
Die Debatte um Wehrdienst und Bundeswehr hat in Deutschland wieder an Fahrt aufgenommen. Seit Anfang 2026 gilt ein neues Wehrdienstgesetz, das zunächst auf Freiwilligkeit setzt, aber gleichzeitig eine verpflichtende Musterung junger Männer vorsieht. Auch sogenannte „Bereitschaftserklärungen“ spielen dabei eine Rolle – junge Menschen sollen angeben, ob sie grundsätzlich zum Dienst bereit wären. Parallel dazu steigt die Zahl der Kriegsdienstverweigerer deutlich an. Allein im Jahr 2025 wurden mehrere tausend Anträge gestellt, Tendenz weiter steigend. Viele reagieren damit auf die sicherheitspolitische Lage und die neuen gesetzlichen Regelungen. Wer den Kriegsdienst verweigern möchte, kann sich auf ein Grundrecht berufen. Dafür ist ein schriftlicher Antrag nötig – inklusive Lebenslauf und persönlicher Begründung der Gewissensentscheidung. Beratungsstellen, etwa aus Friedensbewegung oder Kirche, erleben derzeit einen starken Andrang und bauen ihre Angebote aus. Im Mittelpunkt steht dabei immer eine persönliche Frage: Bin ich bereit, im Ernstfall zur Waffe zu greifen – oder nicht? Die Antwort darauf bleibt eine individuelle Gewissensentscheidung. Unterstützung zur Antragstellung leistet im Moment vor allem die DFG-VK. Sie ist in Ulm durch eine aktive Ortsgruppe vertreten. Zwei der Ulmer Berater – Hans Haller und Dietmar Schlecht-Nimrich – berichten von ihrer Arbeit.