
Bilanz der 22. Ulmer Friedenswochen 2026
Ulm, den 11.10.2026 – Die 22. Ulmer Friedenswochen sind zu Ende. Sie hatten von Anfang September bis Anfang Oktober 2026 vielen Menschen mit 37 Aktivitäten fünf Wochen lang eine enorme Vielzahl an nachdenklich machenden Anregungen geboten. Alle Veranstaltungen waren von 30 friedenspolitisch engagierten Gruppen, Vereinen und Initiativen aus der Region Ulm und Neu-Ulm gemeinsam auf die Beine gestellt worden.
Auch dieses Jahr bestand – so, wie bereits in den Vorjahren – in der Öffentlichkeit ein starker Bedarf, sich über das Thema „Krieg und Frieden“ auszutauschen und einen Gegenpol mit einer kritischen Auseinandersetzung zu bilden zum Mainstream der politisch propagierten „gesellschaftlichen Kriegsertüchtigung“.
Konkret: Ca. 2.400 Menschen haben 2026 das Angebot bei den Ulmer Friedenswochen genutzt. Viele Veranstaltungen waren bis auf den letzten Platz besetzt. Bemerkenswert war auch die starke Resonanz bei einem neuen Format der Friedenswochen, den beiden Kurzfilm- und Literatur-Wanderungen durch Erbach, organisiert durch den Heimat- & Kulturverein Erbach. Über 200 Interessierte nahmen daran teil, viele beteiligten sich auch an den beiden anschließenden Plenumsrunden. Hier ist ein Format entstanden, das auch über Erbach hinausgreifen könnte.
Das Organisationsteam der Ulmer Friedenswochen 2026 dankt den vielen privaten Spendern, die die parteipolitisch unabhängige Veranstaltungsreihe wieder finanziell ermöglicht haben. Das Team dankt auch den Medien für die weitgehend kontinuierlichen Veranstaltungsankündigungen.
Als kritischer Punkt bleibt allerdings auch in diesem Jahr wieder zurück, dass die lokalen und regionalen Medien nicht bzw. nur höchst ausnahmsweise über Veranstaltungsinhalte berichtet haben. Es ist offensichtlich immer noch nicht opportun, darüber zu berichten, dass Frieden nachhaltig nur durch Zusammenarbeit und auf gewaltfreien Wegen zu erreichen ist. Friedliche Gedankenansätze, die sich um Gewaltfreiheit bemühen, werden ganz offenbar weiterhin ignoriert und nicht öffentlich kommuniziert.
Die Veranstalter der Ulmer Friedenswochen bleiben aber weiter beharrlich. „Wir bemühen uns auch in Zukunft um einen kritischen Diskurs und um eine Alternative zum engen, höchst eindimensionalen politischen und medialen Meinungskorridor, den wir jeden Tag beobachten können. Sicherheit gibt es nicht mit noch höheren Militärausgaben, höheren Truppenstärken, noch mehr Kampfpanzern und/oder nuklearen Sprengköpfen. Mehr Sicherheit und Frieden-Lernen beginnt dann, wenn sich Gegner die Brille des anderen aufsetzen. Dazu bedarf es aber der Orte und der Formate, an dem das stattfinden kann.“ So Lothar Heusohn, einer der Organisatoren der Friedenswochen und aktives Mitglied der Ulmer Friedensredaktion und des Organisationsteams.
Die Ulmer Friedenswochen 2026 sind zwar zu Ende gegangen – sie leben aber in Ulm weiter: Die Ulmer Friedensdialoge – https://www.friedensbewegung-ulm.de/friedenswochen/ – das Ulmer Friedensradio peace on air – https://www.friedensbewegung-ulm.de/friedensradio/ – die Ulmer Friedensredaktion – https://www.friedensbewegung-ulm.de/friedensredaktion/ mit seinem Newsletter – https://www.friedensbewegung-ulm.de/newsletter/ – die Ulmer Friedensmahnwache – https://www.friedensmahnwache-ulm.de/ – und mit vielen friedenspolitisch engagierten Gruppen, Vereinen und Initiativen.
Damit grüßt friedlich: Das Organisationsteam der Ulmer Friedenswochen 2026
Eva Nimrich, Lothar Heusohn und Reinhold Thiel